„Osteopathie ist mehr als eine Behandlungsmethode,     es ist eine Philosophie.“

(A.T. Still, Begründer der Osteopathie)

Allgemein

Osteopathie beschränkt sich nicht auf die Behandlung einzelner Symptome, sondern sieht immer den Menschen als Ganzes. Die Beseitigung von Symptomen ist im Grunde nicht Ziel der Behandlung, sondern nur ein Ergebnis der Auflösung von Einschränkungen osteopathischer Dysfunktionen jeder Art. Sie findet in allen medizinischen Bereichen, wo funktionelle Störungen die Ursache für die Beschwerden sind, ihre Anwendung.

Sie kann als alleinige Maßnahme, aber auch als Begleittherapie zu anderen medizinischen Behandlungen eingesetzt werden. Die osteopathische Begleittherapie findet vor allem dann Anwendung, wenn es sich um schwere/ ernste Erkrankungen handelt.

Osteopathie bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern

Die Osteopathie ist geeignet für alle Altersklassen. Dies gilt selbstverständlich auch für Säuglinge und Kinder. Diese befinden sich in einem Lebensabschnitt, in dem sich innere und äußere Einflüsse entscheidend auswirken. In keiner anderen Phase der Entwicklung macht der Organismus solche großen anatomischen, physiologischen und psychischen Veränderungen durch.

Aus Sicht der Osteopathie können bereits mit der Geburt Funktionsstörungen entstehen, die erst Jahrzehnte später zu Symptomen führen oder bestimmte Krankheiten begünstigen. Der Osteopath sucht nach der Ursache der Funktionsstörung und gibt, soweit dies möglich ist, der betroffenen Struktur ihre ursprüngliche Bewegung zurück. Stimmen die Bewegungen der Struktur wieder, kann diese erneut ihre Funktionen aufnehmen. Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, das Kind in seiner Entwicklung optimal zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte des kleinen Körpers zu mobilisieren und auch prophylaktisch Fehlentwicklungen entgegen zu wirken.

Um Säuglinge und Kinder zu behandeln, ist es wichtig, die unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Kindes genau zu wissen und die normale sensorische, emotionale und neurologische Entwicklung des Kindes und die spezielle Kinderpathologie zu kennen.

Wie läuft eine osteopathische Behandlung beim Säugling ab?

Die erste Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Hierbei werden Themen, wie Schwangerschaftsverlauf, Geburt, erlebte Traumata, Schwangerschaftserkrankungen oder weitere prägende Erfahrungen von Kind und Mutter abgefragt. Darauf aufbauend erfolgt eine intensive osteopathische Untersuchung des gesamten Säuglings. In der Behandlung werden durch sanfte und gezielte Techniken verspannte oder irritierte Körperregionen entspannt und korrigiert. Der Osteopath behandelt hierbei nicht nur die Dysfunktion an sich, sondern auch alle anderen Strukturen welche das Problem aufrechterhalten. Hierbei erfolgt eine in sich aufbauende individuelle Therapie mit den verschiedensten Grifftechniken, welche im Wechsel den Schädel, Muskeln, Bänder, Gelenke und auch die Organe behandeln. Um die Behandlung durchführen zu können, muss der Säugling nicht still auf der Liege liegen bleiben. Das Kind kann ebenso in Bauchlage, aufrecht, auf dem Arm oder während des Stillens behandelt werden.

Die Neugeborenen können ab dem ersten Tag der Geburt behandelt werden. Es ist anzuraten, so schnell wie möglich die möglichen Geburtsfolgen multidisziplinär kontrollieren zu lassen. Denn umso länger Verspannungen bestehen, umso schwieriger ist es, diese zu lösen. Ungeachtet dessen ist es nie zu spät für eine Behandlung!

Wie läuft eine osteopathische Behandlung beim Kleinkind/ Kind ab?

Die erste Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. In dieser werden wichtige Themen, wie Schwangerschaft, Geburt, vergangene und aktuelle Krankheiten, Traumen, Meilensteine, sowie wichtige Lebensereignisse des Kindes erfragt. Daran schließt sich eine komplexe osteopathische Untersuchung an. In der Behandlung werden verschiedenste manuelle Techniken in verschiedenen Ausgangspositionen angewandt, da es für ein Kleinkind nicht leicht ist still zu liegen und lange in einer Position zu verharren. An dieser Stelle ist die Unterstützung der Mutter (Geschichten vorlesen, Spielen während der Therapie etc.) und die Erfahrung des Osteopathen sehr wichtig.

Osteopathie in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist etwas Zauberhaftes. Innerhalb von neun Monaten wächst und reift ein neuer Mensch heran! Der Körper einer werdenden Mutter beginnt sich ab dem Zeitpunkt der Befruchtung zu verändern. Das Muskel- Skelettsystem, Bindegewebe und alle Organsysteme (Verdauungstrakt, Herzkreislauf-, Atmungs- und Nierensystem) passen sich an und bereiten sich auf die Schwangerschaft und Geburt vor. Alle diese Organsysteme arbeiten für zwei Menschen, obwohl sie mit zunehmender Schwangerschaft immer weniger Platz haben.

Aus Sicht der Osteopathie kann es durch die veränderte Körperstatik und Zirkulation zum Auftreten von Funktionseinschränkungen kommen. Das Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, dem sich verändernden Körper zu ermöglichen, sich durch Unterstützung der Beweglichkeit der betroffenen Struktur auf natürliche Art und Weise ins Gleichgewicht zu bringen bzw. im Gleichgewicht zu halten.

Praxis für Osteopathie
Katja Birnstein

Weißbacher Straße 26
01936 Königsbrück

Telefon: 035795 419010
Telefax: 035795 449627
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